Hintergründe

kurz erklärt

Irritation

Irritation ist die Vorraussetzung, um einen Zustand der Unsicherheit zu erreichen, der die eigenen etablierten Muster zeitweilig aussetzt. So können mit Erfahrungen, die in keinem vertrauten Kontext stehen, die wirklich neuen Muster geknüpft werden. Sie unterscheiden sich von Lernmustern, die in direkter Kausalität zu den vorhanden  stehen und sie bestätigen. (#Optimierung)

Auch neue Denk-Muster können sich festigen, allerdings erst, wenn sie mit Hilfe der Reflexion eingeordnet und damit über das Bewußtsein angedockt werden.

 

Mut und Selbstüberwindung können über die erste Schwelle helfen, genau wie der Teamgedanke oder der Glaube an das Konzept des Kunstrituals oder dessen Erfinder. (Humor hilft auch !)

 

Es bedarf also einer Grund-Offenheit, um überhaupt Neues bzw. Anderes an sich heranzulassen. Ansonsten wird es von vornherein ausgeblendet, negiert oder zum Teil gar nicht wahrgenommen. (#Selbstreferentialität)

Das Kunstritual öffnet Schritt für Schritt. Es ergibt sich ein "Hochschaukeleffekt" im besten Sinne: Kleine Erfolge führen zur Bereitschaft sich für weitere Irritationen zu  öffnen u.s.w.. Irgendwann ist der Tipping-Point erreicht und die ganze Haltung verändert sich. Man ist offener, sensibler, achtsamer und gleichzeitig mutiger, neuhochdeutsch"mind-fit". Ist diese Schwelle überschritten mündet dies zuverlässig in produktive Kreativität.

Dies ist ein Prozess über einen gewissen Zeitraum. Auch beim Muskeltraining sind wir nicht nach ein oder zwei Trainingseinheiten schon fit. (Kunstritual: Ein- bis zweiwöchentlich 10 Übungen plus 10 eigenkreative Übungen jeweils mit 10 minütigen Reflexionen.)

Der gesamte Vorgang kostet Energie (und Mut seitens der Initiatoren). In wirtschaftlichen Kontext erscheint dies nur in Zeiten adäquat, die aufgrund äußerer Zusände eine Änderung bzw. Transformation nötig machen. So wie jetzt. (#Digitalisierung)

Im gesellschaftlichen wie auch im privatem Kontext ist das ständige Anlegen neuer Muster genaus so notwendig wie körperliche Betätigung. Man kann ohne sie auskommen und eine zeitlang leben. Mit einem Training geht es aber viel besser und länger.

© Thor van Horn

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