Art-Challenge Gleichstellung der Frau

Eine Statistik ist zum Equal Pay Day am 17. März 2020 sagt: Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund ein Fünftel weniger als Männer – trotz jahrelanger Bemühungen um die Gleichstellung am Arbeitsmarkt.

Der Wert von 21% “Gender Pay Gap“ ist der offensichtlichste Beweis für die "Nichtgleichstellung der Frau" im Beruf. Interessant: auch innerhalb von Berufsgruppen, die als weibliche Domäne gelten, können die Unterschiede sogar noch größer sein. Männliche Sprechstundenhilfen z.B. bekommen einen 43 prozentigen höheren Bruttolohn als ihre Kolleginnen.

Zum Einstieg eine Stand-Up-Comedy-Nummer von Carolin Kebekus, in der es nach dem "Ei im Salat" darum geht, wie man Ungleichbehandlungen in der Firma entgegenwirken kann. Hier die besten Karrieretipps für die Frau der "Cosmopolitain@ work":

Was ist denn nun der Unterschied im UMGANG der Geschlechter innerhalb eines Unternehmens? Könnte man nicht argumentieren, dass dies viel zu komplex sei in dem Rückkopplungseffekt zwischen Ich-Verständnis, Sozialsation, subjektiven Ansprüchen oder System-Ansprüchen und vielem mehr? Könnte es tatsächlich sein, dass viele Frauen gar keine Karriere wollen? Oder ist es so, dass sie aufgrund der Sozialisation GLAUBEN, nicht mehr zu wollen? Wer könnte sagen, dass ER als Frau genauso erfolgreich wäre oder SIE als Mann erfolgreicher? Müsste man eine Geschlechtsumwandung durchmachen, um das zu beurteilen?

Tatsächlich gibt es diesen Fall:

Bea Knecht ist Transgender und Gründerin des TV Dienstes ZATTOO. Nachdem sie ihr Geschlecht gewechselt hatte, stellte sie fest, dass von Frauen mehr Rücksicht verlangt wird. "Eine Frau darf kein Arschloch sein, bei Männern wird das eher geduldet", bringt sie es auf den Punkt. In einem Interview der neuen Züricher Zeitung  vom 09.11.2020 sagte sie: "Ich sehe, wie erodierend und demotivierend es für Frauen ist, immer wieder hinterfragt, in der Kompetenz unterschätzt, als Gegenstände behandelt zu werden. Das erfahre ich jetzt auch selber."

Die Art-Challenge: Setzt eine Kopfbedeckung eines gegengeschlechtlichen (Berufs- oder Ehe-) Partners auf oder sucht ein Kleidungsstück von ihm/ihr, das ihr anziehen könnt - je nachdem wie mutig ihr seid.

Die Übung für die pandemiefreie Zeit lautete: Wenn möglich, tauscht Eure Rollen für einen/den kommenden Tag.

Zur Inspiration eine Liste an Bodyswitch-Kommödien. Schaut Euch eine davon an: https://www.moviepilot.de/liste/bodyswitch-korpertausch-komodien-michael-mirwald-9

Erzählt Euren KollegInnen, Freunden oder auch Kindern, dass es sich um ein Erfahrungsexeriment handelt und es um die Achtung gegenüber dem anderen Geschlecht geht. Sie werden Euch dafür bewundern.

©Thor van Horn